Gesundheit und Wohlergehen | Bundesregierung (2023)

Gesundheit ist nicht nur Voraussetzung für Wohlstand, sozialen Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe, sondern auch Ergebnis und Indikator für die soziale, wirtschaftliche und ökologische Dimension nachhaltiger Entwicklung.

Eine gute Gesundheitsversorgung ist in vielen Staaten immer noch nicht Standard. Täglich sterben immer noch rund 14.000 Kleinkinder, viele von ihnen beispielsweise an Infektionskrankheiten, die heute mit wenig Geld zuverlässig heilbar oder durch Prävention sogar ganz vermeidbar sind. Neu auftretende Pandemien wie Ebola oder Corona, Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus oder Demenz bedrohen unser Leben.

Hinzu kommt: Weltweit leben etwa 39 Prozent der Weltbevölkerung ohne Krankenversicherung, in Entwicklungsländern sind es sogar mehr als 90 Prozent der Menschen. Die Verbesserung der Gesundheit durch eine Stärkung der Gesundheitssysteme, der medizinischen Forschung und der internationalen Zusammenarbeit ist daher ein wichtiges Ziel der Staatengemeinschaft. Die Staatengemeinschaft will ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.

Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Mit der Verabschiedung der Agenda 2030 wurde 2015 erstmalig in New York ein globaler Handlungs- und Orientierungsrahmen für nachhaltige Entwicklung geschaffen.

Gesundheit und Wohlergehen | Bundesregierung (1)

SDG 3 – Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern!

Gesundheit ist eines der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele, der SDGs. Und es steht im direkten Zusammenhang mit weiteren SDGs. Beispiel: Menschen, die hungern (SDG 2) oder keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben (SDG 6), können nicht gesund leben.

Die wichtigsten Unterziele von SDG 3 reichen von der Gesundheitsversorgung für alle, der Beendigung der AIDS-, Tuberkulose- und Malariaepidemien, dem Kampf gegen Zivilisationskrankheiten, der Prävention und Behandlung von Drogenmissbrauch und des übermäßigen Alkoholgebrauchs, der Umsetzung der Tabakrahmenkonvention, dem Zugang zu Medikamenten und Impfstoffen und der Senkung der Kinder- und Müttersterblichkeit, bis hin zur Bekämpfung von Tropenkrankheiten und Epidemien einschließlich der Stärkung der Kapazitäten zur Frühwarnung und zum Management von globalen Gesundheitsrisiken sowie der Verringerungen der Zahl der Erkrankungen durch Umweltbelastungen.

Wo liegen die Herausforderungen und Defizite in Deutschland?

Auch in Deutschland bleibt viel zu tun – obwohl das deutsche Gesundheitssystem vielfach als eines der besten der Welt wahrgenommen wird. Die Bundesregierung will sicherstellen, dass alle Bürgerinnen und Bürger in einer alternden Gesellschaft eine gute, flächendeckende medizinische und pflegerische Versorgung von Beginn bis zum Ende ihres Lebens erhalten. Und das unabhängig von ihrem Einkommen und Wohnort. Besonderer Fokus liegt aktuell auf der Stärkung der Pflege und der Gewährleistung schnellerer Facharzttermine für alle Versicherten.

Konkrete Umsetzung durch Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie

Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie ist ein wichtiger Beitrag Deutschlands zur Umsetzung der Agenda 2030. Sie setzt den Rahmen für nachhaltiges Handeln der Bundesregierung. Ihr Herzstück bildet ein Nachhaltigkeitsmanagementsystem, das Ziele mit konkreten Zeitrahmen zur Erfüllung und Indikatoren für ein kontinuierliches Monitoring benennt. Welche Ziele setzt die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie zur Steigerung der Gesundheit und des Wohlergehens?

(Video) Erklärvideo "Gesundheit + Wohlergehen" - Josephine Günther & Ann-Katrin Gerstung - Medienbildung MD

  • Senkung vorzeitiger Sterblichkeit auf 100 (Frauen) bzw. 190 (Männer) Todesfälle pro 100.000 Einwohner bis 2030
  • Senkung der Raucherquote von Jugendlichen auf 7 Prozent, der Erwachsenen auf 19 Prozent bis 2030
  • Anstieg der Adipositasrate von Jugendlichen und Erwachsenen dauerhaft stoppen
  • Senkung der Emissionen von Luftschadstoffen bis 2030 auf 45Prozent gegenüber 2005
  • Möglichst flächendeckende Erreichung des Richtwerts der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Feinstaubbelastung von nicht mehr als 20 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft bis 2030

Der alle zwei Jahre erscheinende Indikatorenbericht des Statistischen Bundesamtes zeigt, wie sich die Indikatoren der Strategie entwickelt haben. Die Ergebnisse sind bislang durchwachsen. Besonders erfreulich ist der signifikante Rückgang der Raucherinnen und Raucher – sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen. Denn viele Zivilisationskrankheiten, wie Krebs oder Bluthochdruck, entstehen durch Rauchen. Während der Anstieg der Adipositasrate bei Heranwachsenden gestoppt werden konnte, ist dies bei Erwachsenen noch nicht gelungen. Die Bundesregierung wird sich auch weiterhin mit verschiedenen Maßnahmen für eine Senkung des zu hohen Anteils von Menschen mit Übergewicht einsetzen. Bemerkenswert angesichts hoher Belastungen in einigen Städten: Die Zahl der Menschen, die einer Feinstaubbelastung über dem WHO-Richtwert ausgesetzt sind, ist rückläufig.

Auch die Bundesregierung setzt Nachhaltigkeit im eigenen Handeln durch und berichtet darüber in einem jährlichen Monitoringbericht PDF, 710 KB, nicht barrierefrei zum sogenannten "Maßnahmenprogramm Nachhaltigkeit" der Bundesverwaltung.

Wie betrifft mich das Nachhaltigkeitsziel Gesundheit und Wohlergehen?

Sie sind krank und das Wartezimmer ist überfüllt oder an Ihrem Wohnort gibt es keinen Facharzt? Eine flächendeckende, am Patientenwohl ausgerichtete erstklassige Versorgung ist Ihr Anspruch und das Ziel der Bundesregierung. Aber und gerade auch mit einer gesundheitsorientierten Lebensweise und der regelmäßigen Teilnahme an Vorsorge- bzw. Früherkennungsuntersuchungen können Sie selbst einen wichtigen Beitrag für Ihre Gesundheit leisten.

TIPP: Angebote der Krankenkassen annehmen! Die Krankenkassen sind dazu verpflichtet, gesundheitsfördernde Aktivitäten zu unterstützen. Sie engagieren sich in Betrieben, Kindertagesstätten und Schulen und unterstützen die Teilnahme an Kursen zur Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung und zum Suchtmittelkonsum. Es lohnt sich zu informieren, welche Gesundheitskurse die eigene Krankenkasse anbietet. Sie sind für die Versicherten kostenfrei.

Präventionsgedanke zieht sich als roter Faden durch die Gesundheitspolitik

Der in SDG 3 verankerte Präventionsgedanke ist Kernelement der deutschen Gesundheitspolitik: Mit dem Präventionsgesetz wurden die Gesundheitsförderung und Prävention insbesondere in den Lebenswelten der Bürgerinnen und Bürger, zum Beispiel in Schulen, Kindertagesstätten, Kommunen oder Pflegeeinrichtungen gestärkt. In Betrieben sollen Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz besser miteinander verzahnt werden, so dass die jeweiligen Belastungen und Präventionspotenziale der Unternehmen bei den Angeboten zur betrieblichen Gesundheitsförderung gezielt berücksichtigt werden können. Um Gesundheitsförderung und Prävention in allen Teilen der Gesellschaft zu verankern, müssen viele Akteure an einem Strang ziehen. Rahmen und Struktur für ihr Zusammenwirken wurde mit der nationalen Präventionsstrategie geschaffen. So können die Krankenkassen, die Pflegekassen, die Renten- und Unfallversicherungsträger und alle anderen Akteure in Bund, Ländern und Kommunen ihre Ressourcen bündeln und sich auf gemeinsame Ziele und Vorgehensweisen verständigen.

TIPP: Mit einem Bürgertelefon und einem Service für Gehörlose und Hörgeschädigte bietet das Bundesministerium für Gesundheit allen Bürgerinnen und Bürgern eine kompetente und unabhängige Anlaufstelle für alle Fragen rund um das deutsche Gesundheitssystem. Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums unter https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/buergertelefon.html und bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Außerdem wurden die Leistungen der Krankenkassen zur Früherkennung von Krankheiten weiterentwickelt. So können Ärztinnen und Ärzte bei Gesundheitsuntersuchungen über eine gesunde Lebensweise beraten und Empfehlungen zu Impfungen und Präventionsmaßnahmen geben.

Die Leistungen der Krankenkassen zur Prävention und Gesundheitsförderung sollen insbesondere zur Verminderung sozial bedingter sowie geschlechtsbezogener Ungleichheit von Gesundheitschancen beitragen.

Die Nutzung digitaler Medien ist inzwischen auch im Bereich der Gesundheit normaler Alltag geworden. Mit einem Nationalen Gesundheitsportal soll erreicht werden, dass sich die Patientinnen und Patienten verlässlich schnell und umfassend im Internet zu medizinischen Fragestellungen und Strukturen unseres Gesundheitswesens informieren können.

(Video) SDG 3: Gesundheit und Wohlergehen fördern

Jede Bürgerin und jeder Bürger kann einen Beitrag zu einem gesundheitsförderlichen Lebensstil leisten. Dazu gehören ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung, Meidung von Nikotin, maßvoller Alkoholkonsum sowie ausreichend Ruhe und Stressregulierung. Allein 14Prozent aller Krebserkrankungen sind auf das Rauchen zurückzuführen. Wer mit dem Rauchen aufhört, halbiert Studien zufolge bereits nach zehn Jahren das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Auch durch den verantwortlichen Konsum von Alkohol und die Vermeidung von Übergewicht oder die Inanspruchnahme von HPV-Schutzimpfungen gegen Gebärmutterkrebs kann die Zahl an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs stark verringert werden. Je früher Krebs erkannt und behandelt wird, desto größer ist die Aussicht auf einen Heilerfolg.

TIPP: Gesundheits-Check-up: Der Check-up ist eine Kassenleistung, den Männer und Frauen künftig zwischen 18 und 34 Jahren einmalig und ab 35 Jahre alle drei Jahre in Anspruch nehmen können. Der Check-up dient der Früherkennung zum Beispiel von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus sowie gesundheitlichen Risikofaktoren. Zudem ermöglichen die Krankenkassen eine Reihe von Untersuchungen zur Früherkennung von bestimmten Krebskrankheiten, etwa von Brust- oder Darmkrebs. Sie sind für die Versicherten kostenfrei. Sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse oder Ihrer Ärztin beziehungsweise Ihrem Arzt über diese Angebote.

Mit Hightech Leben retten

Gesundheit und Wohlergehen | Bundesregierung (2)

Gesundheit ist ein kostbares Gut, nicht nur für jeden Einzelnen, sondern auch für unsere Gesellschaft und für die Leistungsfähigkeit, Produktivität und das Wachstum unserer Volkswirtschaft. Deshalb ist "Gesundes Leben" eine der sechs Zukunftsaufgaben der neuen Hightech-Strategie der Bundesregierung. Die Gesundheitsforschung nimmt dabei eine herausgehobene Stellung ein.

Ziel ist es, dass die Forschungsergebnisse schneller die Patientinnen und Patienten erreichen. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Medizinern, Naturwissenschaftlern und Ingenieuren in sogenannten Gesundheitsclustern und Exzellenzzentren sollen in Deutschland Spitzenmedizin gefördert und die neuesten Behandlungsmethoden schneller bei den Patienten ankommen. Ein Beispiel ist die Behandlung von Krebs.

Anstieg der Pflegefälle als große Herausforderung des Gesundheitssystems

Deutschland ist eine alternde Gesellschaft. Hergebrachte Familienstrukturen sind aufgebrochen. Die Menschen werden erfreulicherweise immer älter. Aber nicht alle bleiben gesund, immer mehr Menschen benötigen ambulante oder stationäre Pflege.

Mit dem Gesetz zur Stärkung des Pflegepersonals (Pflegepersonal-Stärkungsgesetz - PpSG) sollen spürbare Verbesserungen im Alltag der Pflegekräfte durch eine bessere Personalausstattung und bessere Arbeitsbedingungen in der Kranken- und Altenpflege erreicht werden. Das Gesetz ist ein wichtiger Schritt, um die Pflege und Betreuung der Patientinnen und Patienten und Pflegebedürftigen weiter zu verbessern.

Deutschland entwickelt Strategie zur globalen Gesundheitspolitik

Das Thema Globale Gesundheit hat sowohl in Deutschland als auch international in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Durch die zunehmende und prominente Übernahme internationaler Verantwortung hat Deutschland eine weltweit anerkannte Führungsrolle in diesem Bereich eingenommen. Die „Strategie der Bundesregierung zu Globaler Gesundheit“ wurde am 7. Oktober 2020 im Kabinett verabschiedet wurde. Ziel ist es, die Schwerpunkte des deutschen Engagements zu aktualisieren und zur Koordination und Zusammenarbeit aller Akteure beizutragen.

(Video) Gesundheit und Wohlergehen

Mit der Strategie wird auf neue Herausforderungen in der globalen gesundheitspolitischen Landschaft reagiert: Neue Verpflichtungen wie die nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030, die Herausforderungen durch die Zunahme von Antibiotikaresistenzen oder das Auftreten von Ländergrenzen überschreitenden Infektionskrankheiten wie die Ebola-Krise oder die Corona-Pandemie. Diese Entwicklungen haben zu einem erhöhten Fokus auf gesundheitspolitische Themen geführt – insbesondere bei Fragen, die ein globales Ausmaß haben und deren Lösung sich auf nationalstaatlicher Ebene allein nicht mehr bewerkstelligen lässt.

Koordinierung des internationalen Beitrags zur Umsetzung der gesundheitsrelevanten Nachhaltigkeitsziele

Angesichts des Erfordernisses stärkerer Anstrengungen zur Umsetzung der gesundheitsbezogenen Nachhaltigkeitsziele bis 2030 hat die Bundesregierung im Jahr 2018 gemeinsam mit Ghana und Norwegen die Entwicklung des globalen Aktionsplans für gesundes Leben und Wohlergehen für alle (Global Action Plan for Healthy Lives and Well-being for All, GAP) der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation, WHO) angeregt, um die weltweiten Bemühungen für ein gesundes Leben für Menschen jeden Alters bis 2030 zu beschleunigen (SDG 3).

Im September 2019 wurde der Globale Aktionsplan für ein gesundes Leben und das Wohlergehen aller Menschen am Rande der 74. UN-Generalversammlung in New York vorgestellt. Ziel des GAP ist es, Länder bei der Umsetzung von gesundheitsbezogenen Nachhaltigkeitszielen zu unterstützen. Dafür soll die Zusammenarbeit zwischen den 13 beteiligten Organisationen verbessert werden.Die WHO veröffentlicht jährlich einen Fortschrittsbericht zur Arbeit des GAP. Im Mai 2021 wurde der zweite Fortschrittsbericht veröffentlicht.

Die Weltgesundheitsorganisation ist die Sonderorganisation der Vereinten Nationen für die globale Gesundheit mit Sitz in Genf. Deutschland ist unter den 194 Mitgliedstaaten nach den USA und Japan der drittgrößte Beitragszahler.

Gesundheit schon heute Schwerpunkt deutscher Entwicklungszusammenarbeit

Trotz aller Fortschritte wurden die Millenniumentwicklungsziele zu Gesundheit (Prävention und Behandlung von Infektionskrankheiten; Verbesserung der Mutter-Kind-Gesundheit) 2015 deutlich verfehlt. Sie sind deshalb als sogenanntes "unfinished business" auch in der Agenda 2030 verankert.

Gesundheit ist und bleibt ein wichtiger Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Allein beim Globalen Fonds gegen Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM) ist Deutschland mit einem Beitrag von insgesamt einer Milliarde Euro für die Jahre 2020 bis 2022 der viertgrößte staatliche Geber des Fonds. Die Bundesrepublik ist seit September 2012 mit einem eigenen Sitz im Verwaltungsrat vertreten.

Der GFATM wurde im Kontext einer sich verschärfenden globalen HIV-Epidemie gegründet und hat 2002 seine Arbeit aufgenommen. Er ist weltweit der bedeutendste Finanzier und wichtigste multilaterale Partner von Programmen zur Bekämpfung von HIV, Tuberkulose und Malaria. Deutschland beteiligt sich seit Gründung des Fonds und ist viertgrößter staatlicher Geber (nach USA, Frankreich und Großbritannien).

Der Fokus der deutschen Entwicklungspolitik im Bereich Gesundheit liegt auf der Prävention und Bekämpfung von Infektionskrankheiten, der universellen Absicherung im Krankheitsfall und der Verbesserung der Mutter-Kind-Gesundheit inklusive des verbesserten Zugangs zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und den damit verknüpften Rechten.

Ein zentrales Anliegen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist es, insgesamt zu einer nachhaltigen Stärkung von Gesundheitssystemen beizutragen, z.B. durch die Aus- und Weiterbildung von medizinischem Personal oder dem Aufbau von Finanzierungssystemen für das Gesundheitswesen. Die Millenniumsentwicklungsziele wurden dafür kritisiert, den Fokus primär auf spezifische Krankheitsbilder gelegt und die Stärkung der Gesundheitssysteme insgesamt zu wenig beachtet zu haben. Mit der Agenda 2030 und ihrem umfassenden Verständnis von nachhaltiger Entwicklung soll dies überwunden werden.

(Video) Was verbirgt sich hinter "SDG #3 Gesundheit und Wohlergehen"?

Beispiel Kampf gegen COVID19:

Mit dem weltweiten Ausbruch der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung die finanziellen Mittel für die Impfstoffforschung auf deutlich mehr als eine Milliarde Euro ausgebaut. Mit insgesamt 750 Millionen Euro wurdendrei erfolgversprechende Impfstoffentwickler in Deutschland gefördert. Ziel ist es, möglichst schnell einen wirksamen und sicheren Impfstoff zur Eindämmung von Corona für die Menschen in Deutschland, Europa und der Welt zu entwickeln.

Ein wichtiges Anliegen ist es, die Lehren aus der Corona-Pandemie zu ziehen und in Zukunft die rasche Ausbreitung von Krankheitserregern mit Pandemiepotenzial zu verhindern bzw. besser auf künftige Krankheitsausbrüche vorbereitet zu sein.

Neben der nationalen Impfstoffforschung engagiert sich Deutschland mit mehr als einer halben Milliarde Euro zudem in internationalen Allianzen. Neben der Stärkung der Weltgesundheitsorganisation unterstützt die Bundesregierung auch die globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung (Gavi) und die Koalition für Innovationen in der Epidemievorbeugung (CEPI).

Beispiel Bekämpfung Ebola-Ausbruch Westafrika:

Gesundheit und Wohlergehen | Bundesregierung (3)

Anfang 2014 wurden im westafrikanischen Guinea erste Ebola-Fälle bekannt. In den folgenden Monaten wurden in den Nachbarländern weitere Erkrankungen gemeldet. Im August 2014 erklärte die WHO den Ausbruch zur "gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite".

Nur durch ein globales Krisenmanagement konnte die Seuche eingedämmt werden. Etwa 29.000 Menschen waren erkrankt, gut 11.000 von ihnen überlebten die Krankheit nicht. Im März 2016 erklärte die WHO die Notlage für beendet. Deutschland war an dem erfolgreichen Kampf gegen Ebola entscheidend beteiligt.

Deutschland war auch Motor bei der Gründung einer "Global Health Crisis Task Force" der Vereinten Nationen und der "Coalition for Epidemic Preparedness Innovations" (CEPI) 2016, damit durch ein internationales Krisenmanagement gefährliche Erreger keine weltweite Pandemie auslösen und schnell Impfstoffe entwickelt und bereitgestellt werden.

Beispiel Krankenversicherung in Indien:

Krankheitskosten gehören in Indien zu den häufigsten Gründen, warum Familien in den Teufelskreis von Armut und Verschuldung geraten. 63 Millionen Menschen verarmen nach Schätzungen in Indien jedes Jahr, weil sie die medizinische Behandlung einer schweren Krankheit oder die Folgen eines Unfalls aus eigener Tasche zahlen müssen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt die indische Regierung seit 2011 dabei, ein System der sozialen Sicherung aufzubauen. Mit rund 135 Millionen Mitgliedern ist die indische Gesundheitsversicherung inzwischen eine der weltweit größten – und zum Vorbild für andere Staaten geworden.

Beispiel Initiative "Selbstbestimmte Familienplanung und Müttergesundheit":

Jeden Tag sterben mehr als 800 Mädchen und Frauen an den Folgen von Schwangerschaft und Geburt, die meisten von ihnen, weil es in ihrem Land keine ausreichende medizinische Betreuung gibt. Am stärksten betroffen sind die afrikanischen Staaten südlich der Sahara. Dort ist das Risiko einer Frau, bei der Geburt zu sterben, fast 100-mal höher als in Deutschland. Weltweit sind Komplikationen bei Schwangerschaften und Geburten die häufigste Todesursache bei Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahren.

(Video) Agenda 2030 - SDG 03 Gesundheit und Wohlergehen

Mit der Initiative „Selbstbestimmte Familienplanung und Müttergesundheit“ möchte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung dazu beitragen, dass ungeplante Schwangerschaften vermieden und alle Schwangerschaften und Geburten professionell begleitet werden. Gefördert werden unter anderem Aus- und Weiterbildung und Qualitätsverbesserungen in der Geburtshilfe, eine umfassende Sexualaufklärung sowie der Zugang zu modernen Verhütungsmitteln.

FAQs

Was hat Gesundheit mit Nachhaltigkeit zu tun? ›

Für eine nachhaltige Entwicklung von Gesundheit ist es zentral, eine gesunde Umwelt und eine systematische Gesundheitsförderung in einem Konzept zusammenzuführen. Entsprechende Maßnahmen umfassen die Bereiche der ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklung.

Warum ist die Agenda 2030 wichtig? ›

Ziel der Agenda 2030 ist es, die weltweite Entwicklung ökologisch, wirtschaftlich und sozial nachhaltig zu gestalten. Durch das ambitionierte globale Transformationsprogramm der Agenda soll zukünftigen Generationen die Perspektive auf ein würdevolles Leben gegeben werden.

Was sind SDG Indikatoren? ›

Was sind SDG-Indikatoren? Die SDG-Indikatoren für Kommunen sind Kennzahlen, mit denen abgebildet werden kann, welche Beiträge eine Kommune zur Erreichung der SDGs leisten kann.

Wann wurde die Agenda 2030 gegründet? ›

Sie wurde im Herbst 2015 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet und umfasst 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) mit insgesamt 169 Unterzielen.

Warum ist es wichtig gesund zu sein? ›

Mit Gesundheit verbinden wir Positives wie Fitness, Lebensfreude und Zufriedenheit. Eine gute Gesundheit ist aber auch eine Voraussetzung dafür, die zahlreichen Anforderungen in der Arbeit und dem privaten Leben zu bewältigen. Denn nur wer gesund ist, kann auch effektiv und leistungsfähig, kreativ und motiviert sein.

Wie kann man besser nachhaltig Leben? ›

  1. Bewusster kaufen, weniger wegschmeißen. ...
  2. Saisonal und regional einkaufen. ...
  3. Auf umweltfreundliche Körperpflege achten. ...
  4. Auf Fast Fashion verzichten. ...
  5. Allgemein weniger konsumieren. ...
  6. Weniger Auto fahren. ...
  7. Weniger fliegen. ...
  8. Auf den digitalen Fußabdruck achten.

Was sind die 17 Ziele? ›

Im Wesentlichen sollen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung: Armut und Hunger beenden und Ungleichheiten bekämpfen. Selbstbestimmung der Menschen stärken, Geschlechtergerechtigkeit und ein gutes und gesundes Leben für alle sichern. Wohlstand für alle fördern und Lebensweisen weltweit nachhaltig gestalten.

Welche Länder sind in der Agenda 2030? ›

Seit 2015 arbeiten Staats- und Regierungschefs weltweit daran die nachhaltigen Entwicklungsziele zu erfüllen.
...
Auf den 10 vorderen Plätzen liegen:
  • Schweden (84,72)
  • Dänemark (84,56)
  • Finnland (83,77)
  • Frankreich (81,13)
  • Deutschland (80,77)
  • Norwegen (80,76)
  • Österreich (80,70)
  • Tschechische Republik (80,58)
9 Jul 2020

Was ist Agenda 21 Ziele? ›

Die Agenda 21 betont, dass auch regierungsunabhängige Organisationen und Einrichtungen an politischen Entscheidungen zu beteiligen sind. Sie definiert Nachhaltigkeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)* als übergreifendes Ziel der Politik.

Was ist soziale Nachhaltigkeit Beispiele? ›

Dazu zählen beispielsweise die interne Chancengleichheit von Frauen und Männern (etwa bei der Übernahme von Führungsrollen), die Anzahl der Menschen in einem Ausbildungsverhältnis, Betriebskindergärten oder ein von der Firma organisiertes Mittagessen.

Was wollen wir mit SDG 7 erreichen? ›

Alle Menschen sollen Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher und moderner Energie haben. Der Anteil erneuerbarer Energie am globalen Energiemix soll deutlich erhöht werden. Die weltweite Steigerungsrate der Energieeffizienz soll verdoppelt werden.

Welche ESG Kriterien gibt es? ›

ESG-Kriterien: ökologisch, sozial, ethisch.

Was ist die Agenda 2030 einfach erklärt? ›

Mit der Agenda 2030 will die Weltgemeinschaft weltweit ein menschenwürdiges Leben ermöglichen und dabei gleichsam die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft bewahren. Dies umfasst ökonomische, ökologische und soziale Aspekte. Alle Staaten sind aufgefordert, ihr Tun und Handeln danach auszurichten.

Ist die Agenda 2030 verpflichtend? ›

Die im September 2015 verabschiedete Agenda 2030 und die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) sind rechtlich nicht verbindlich, ihre Umsetzung soll jedoch überprüft werden. Dafür sollen freiwillige Verfahren sorgen.

Wer hat die 17 Ziele aufgestellt? ›

Mit der im Jahr 2015 verabschiedeten Agenda 2030 hat sich die Weltgemeinschaft unter dem Dach der Vereinten Nationen zu 17 globalen Zielen für eine bessere Zukunft verpflichtet.

Wie lebt man gesund und glücklich? ›

Weltweit beschäftigen sich heute Forscher mit der Frage, wie wir gesund, glücklich und so lange wie möglich leben können.
  • Gesunde Ernährung hält dich jung' ...
  • Mit Bewegung gesund durchs Leben. ...
  • Soziale Kontakte halten uns gesund. ...
  • Wichtig für deine Gesundheit: Entspannung und Schlaf. ...
  • Trinken fördert den Stoffwechsel.

Was fördert die Gesundheit? ›

Menschen können viel tun, um Krankheiten zu vermeiden und ihre Gesundheit zu stärken. Dazu zählen etwa regelmäßige körperliche Aktivität, ausgewogene Ernährung, Erholung, der Verzicht auf das Rauchen und auf einen schädlichen Alkoholkonsum.

Was beeinflusst die Gesundheit positiv? ›

Zu den gesundheitsförderlichen psychischen Faktoren gehören z. B. Stress vermeiden, eine positive Grundhaltung und eine Beschäftigung, die das Gefühlt gibt, gebraucht zu werden. Ein regelmäßiger Austausch mit Freunden und Bekannten, Unternehmungen und Mobilität sind soziale Faktoren, die wir beeinflussen können.

Wo fängt Nachhaltigkeit an? ›

Nachhaltigkeit im Alltag: 7 Tipps, um umweltbewusster zu leben
  • So sparst Du Energie.
  • Öfter mal aufs Auto verzichten.
  • Wasser sparen.
  • Essgewohnheiten ändern.
  • Nachhaltig einkaufen.
  • Plastik & Aluminium adé: Verpackungen vermeiden.
  • Richtig trennen, sammeln und recyceln.
26 Aug 2020

Was ist im Alltag nicht nachhaltig? ›

Plastikflaschen sind ebenfalls keine nachhaltige Wahl. Anstatt also dein Wasser oder dein Lieblingsgetränk unterwegs in kleinen Flaschen zu kaufen, solltest du es einfach in deine eigene Trinkflasche einfüllen. Hier gilt, ähnlich wie beim To-go-Becher, dass du dich mit diesem modischen Accessoire verwirklichen kannst.

Welche Nachteile hat Nachhaltigkeit? ›

Für das Scheitern des nachhaltigen Konsums gibt es mehrere Gründe:
  1. Das Potenzial nachhaltigen Konsums wird überschätzt. ...
  2. Wer energiesparende Geräte kauft, verbraucht mehr Strom. ...
  3. Steigende Ansprüche machen Effizienzgewinne zunichte. ...
  4. Umweltbewusstsein hin oder her: Wer viel verdient, schädigt die Umwelt mehr.
22 Aug 2018

Warum brauchen wir Nachhaltigkeit? ›

Warum ist Nachhaltigkeit wichtig? Die Nachhaltigkeit hat viele Vorteile, sowohl kurzfristig als auch langfristig. Wir können die Ökosysteme unserer Erde nicht erhalten, wenn wir so weitermachen wie bisher und wenn keine nachhaltigeren Entscheidungen getroffen werden.

Was bedeutet nachhaltige Eingriffe? ›

Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem eine dauerhafte Bedürfnisbefriedigung durch die Bewahrung der natürlichen Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme (vor allem von Lebewesen und Ökosystemen) gewährleistet werden soll.

Was versteht man unter keine Armut? ›

Bis 2030 soll kein Mensch auf der Welt mehr in extremer Armut – das heißt mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag – leben müssen. Die Zahl der Menschen in Armut, gemessen an nationalen Definitionen, soll mindestens halbiert werden. Alle Menschen sollen durch soziale Sicherungsleistungen abgesichert sein.

Wo steht die Welt? ›

Der Redaktionssitz von Welt und Welt am Sonntag befindet sich in Berlin. Die Welt erscheint im Nordischen Format. Ihre Hauptkonkurrenten sind die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Süddeutsche Zeitung.

Wie wird die Agenda 2030 finanziert? ›

Um die UNO-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung erfolgreich umzusetzen, braucht es eine gestärkte Finanzierungsbasis. Neben politischem Engagement und öffentlichen Mitteln soll auch der Privatsektor einen grösseren Beitrag zum Erreichen der Ziele leisten.

Wer hat die Agenda 2030 entwickelt? ›

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung ist ein globaler Aktionsplan der Vereinten Nationen für die Menschen, den Planeten und den Wohlstand, der von der Generalversammlung der Vereinten Nationen im September 2015 verabschiedet worden ist.

Wo liegt der Ursprung der Agenda 2030? ›

Am 25. September 2015 verabschiedeten die 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen auf einem Gipfeltreffen in New York die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Sie bildet den globalen Rahmen für die Umwelt- und Entwicklungspolitik der kommenden 15 Jahre.

Was ist das Nachhaltigkeitsdreieck? ›

Das Nachhaltigkeitsdreieck ist ein Modell und berücksichtigt die Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales sowie ihre gleichwertige Bedeutsamkeit. Das Ziel ist es, faire und lebenswerte Lebensbedingungen für gegenwärtige und zukünftige Generationen auf der Welt zu schaffen.

Was sind die 4 Säulen der Nachhaltigkeit? ›

Zum Leitbild der Nachhaltigkeit gehört die gleichberechtigte Berücksichtigung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte. Soll der Lebensbereich Ernährung den Grundsätzen der Nachhaltigkeit gerecht werden, müssen auch die gesundheitlichen Faktoren einbezogen werden.

Wie lauten die 3 Säulen der Nachhaltigkeit? ›

Ökologie, Ökonomie und Soziales bilden die drei Säulen der Nachhaltigkeit in Unternehmen, Gesellschaften, Ländern und auf der ganzen Welt.

Wie kann man ökonomisch nachhaltig sein? ›

Das sind die Ziele der ökonomischen Nachhaltigkeit

unnötige Verpackungen (Plastikmüll) vermeiden. auf Mehrwegsysteme setzen. die Effizienz und Langlebigkeit ihrer Produkte verbessern. auf eine regionale Herstellung achten, anstatt lange Transportwege zurückzulegen.

Welche Energie ist am nachhaltigsten? ›

Bei der umweltfreundlichen Energiegewinnung sind das zum Beispiel die Kraft der Sonne, die des Wassers oder von Wind. Die Nutzung solcher Energiequellen schont die Umwelt und ist besonders nachhaltig, weil erneuerbare Energieträger eingesetzt werden. Diese sind prinzipiell immer wieder nutzbar.

Welche saubere Energie gibt es? ›

WELCHE ENERGIEQUELLEN SIND SAUBER – UND WELCHE NICHT? Zu sauberer Energie zählen Sonnenenergie, Wasserkraft und Windenergie, aber auch Erdwärme und Biomasse. Demgegenüber stehen fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl oder Gas.

Warum ist saubere Energie wichtig? ›

Warum ist saubere Energie gut? Saubere Energie verursacht kein zusätzliches CO2 und trägt damit nicht zur globalen Erderwärmung bei. Die regenerativen Energien erneuern sich selbst und stehen fast unbegrenzt zur Verfügung, im Gegensatz zu fossilen Energien, die irgendwann erschöpft sein werden.

Ist ESG gleich Nachhaltigkeit? ›

Die englische Abkürzung ESG steht für Environment Social Governance, im Deutschen also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Diese Abkürzung hat sich in der Unternehmenswelt und in der Finanzbranche etabliert, wenn wir über das Thema Nachhaltigkeit sprechen.

Wie kann man Greenwashing vermeiden? ›

Gib nicht auf, bessere Produkte zu finden. Es gibt ein paar simple Wege, Greenwash zu vermeiden: Was auch immer die Behauptung ist (organisch/Bio, Fair Trade; Öko; Tierfreundlich ), stell sicher, du prüfst die Verpackung auf Siegel von bekannten Zertifizierern.

Was sind die ESG Ziele? ›

Der Begriff umfasst die Dimensionen Umwelt, soziale Aspekte sowie Unternehmensführung (Environmental, Social, Governance). ESG bildet den Rahmen für Unternehmen und Investoren, ihren ökologischen und sozialen Impact zu analysieren und zu thematisieren.

Wer hat die 17 SDGs entworfen? ›

Am 25. September 2015 wurden auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung 2015 am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York die 17 „Ziele für nachhaltige Entwicklung“ von der Generalversammlung der Vereinten Nationen entsprechend verabschiedet.

Wie viele Länder haben die Agenda 2030 unterschrieben? ›

Die Agenda 2030, die von 193 Ländern unterschrieben wurde, gilt universell für alle Länder gleichermaßen, auch wenn sie völkerrechtlich nicht bindend ist. Die deutsche Bundesregierung hat sich verpflichtet, die Agenda 2030 auf nationaler Ebene umzusetzen.

Wie viele Länder haben sich der Agenda 2030 angeschlossen? ›

Diese hat 193 Mitgliedsstaaten, von denen mehr als zwei Drittel Entwicklungsländer sind.

Wie heißen die 17 Ziele der UNO für nachhaltige Entwicklung? ›

Was sind die 17Ziele?
  • Plastik. Der Umgang mit Plastik stellt alle Nachhaltigkeits-Motivierte vor ein Dilemma.
  • Fem. Entwicklungspolitik. ...
  • Influencerin für die SDGs. ...
  • Nachhaltig Unverpackt. ...
  • Energie für Gesundheit. ...
  • Schools For Future. ...
  • Rheinbahn Düsseldorf. ...
  • Neues Leben für Kleidung.

Was kann man für hochwertige Bildung tun? ›

Wichtige Ziele sind unter anderem:

Beseitigung geschlechtsspezifischer Unterschiede in der Bildung. Alle Jugendlichen und ein erheblicher Teil der analphabeten Erwachsenen sollen lesen, schreiben und rechnen lernen. Bildung für nachhaltige Entwicklung vorantreiben.

Was versteht man unter negativkriterien? ›

Zu solchen Negativkriterien gehört z.B. häufig die Herstellung oder der Handel mit Waffen. Oft stehen auch Tabak, Alkohol, Glücksspiel sowie Menschenrechtsverletzungen auf der Negativliste. Die meisten ESG-Investments gehen nach diesem Ausschlussprinzip vor. Manche ESG-Ratings setzen darüber hinaus Positivkriterien an.

Was bedeutet Nachhaltigkeit in der Pflege? ›

Nachhaltigkeit in der Pflege heißt, sich mit den Bedingungen des Klientels, der Einrichtung, dem Arbeitgeber, Arbeitsbedingungen, persönlichen Voraussetzungen auseinanderzusetzen, vorhandene Ressourcen zu prüfen und sich Ziele zu setzen, mit vorhandenen Ressourcen verantwortungsbewusst umzugehen.

Was hat Nachhaltigkeit mit Sport zu tun? ›

Eine weitere, wichtige Stellschraube für die Nachhaltigkeit im Sport sind Kleidung und Trainingsgeräte. Nachhaltige Sportkleidung ist, wie nachhaltige Mode allgemein, umweltschonend und/oder aus recyclebaren Fasern hergestellt, enthält keine schädlichen Chemikalien und wurde unter fairen Arbeitsbedingungen produziert.

Warum ist Nachhaltigkeit im Alltag wichtig? ›

Mit einem nachhaltigen Lebensstil säubern wir Luft, Wasser und Atmosphäre, schützen Tier- und Pflanzenarten und sichern wichtige Ressourcen für die Zukunft. Mit Nachhaltigkeit ermöglichen wir also den künftigen Generationen ein Leben auf einem schönen Planeten Erde.

Was macht etwas nachhaltig? ›

Nachhaltig handeln heißt: Beim Verbrauch von Rohstoffen und anderen Schätzen der Erde nimmt man Rücksicht auf die nachfolgenden Generationen. Man wird dann nicht mehr verbrauchen, als auch nachwachsen kann. Beim Naturschutz und in der Umweltpolitik spricht man oft von Nachhaltigkeit.

Was ist ein Beispiel für Nachhaltigkeit? ›

Berlin (dpa) - Der Duden definiert Nachhaltigkeit ziemlich knapp: "Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann." Also zum Beispiel im Wald nur so viel Holz schlagen, wie nachwachsen kann.

Ist Brot nachhaltig? ›

Neben Mehl, Wasser, Salz und einigen weiteren Inhaltsstoffen steckt nämlich auch jede Menge Umweltbelastung in unserem Brot. Diese kommt von der landwirtschaftlichen Produktion des Getreides, dem Energieeinsatz zum Mahlen und Backen, den Transporten und vielem mehr.

Wie lerne ich nachhaltig? ›

Ein Lernen ist nachhaltig, wenn Wissen in seinen unterschiedlichen Formen im Langzeit- gedächtnis verankert ist und bei der Bewältigung von unterschiedlichen Herausforderungen im Alltag verlässlich zur Verfügung steht. Leitend für diese Sichtweise ist das Verständnis von Lernen als Informationsverarbeitung.

Wie kann man im Alltag nachhaltig sein? ›

Unterwegs werden dir zahlreiche Produkte angeboten, die nur Müll produzieren. Um müllfrei durch den Alltag zu gehen, kannst du zum Beispiel auf Plastikstrohhalme verzichten. Wenn du gern durch einen Strohhalm trinkst, empfehlen wir dir Bambus-Strohhalme, die du immer in deiner Tasche dabeihaben kannst.

Welche Arten von Nachhaltigkeit gibt es? ›

Demnach gibt es ökologische Nachhaltigkeit (kein Raubbau an der Natur), ökonomische Nachhaltigkeit (dauerhaftes Wirtschaften mit gegebenen Mitteln) und soziale Nachhaltigkeit (zivilisiertes Austragen von sozialen Spannungen). Alle drei Dimensionen müssen ineinander greifen.

Was passiert wenn wir nicht nachhaltiger leben? ›

Wer es nicht schafft, sich an übersäuerten Böden, extremen Klima und verschmutztem Wasser anzupassen, stirbt aus. Der Planet wird sich dennoch weiter drehen. Die Erde hat kein Umweltproblem, der Mensch hat es. Der Mensch muss sich ändern, oder er wird geändert werden.

Ist nachhaltig leben teuer? ›

Es stimmt schon, ein nachhaltiger Lebensstil ist oft teuer. Die Unternehmensberatung Kearney bestätigt den Eindruck: Einer Untersuchung zufolge liegen die Preise für nachhaltige Lebensmittel durchschnittlich 75 bis 85 Prozent höher als für konventionelle Ware.

Was ist der größte Hebel um nachhaltig zu leben? ›

Weniger Fleisch und tierische Produkte

Unsere Ernährung ist der größte Hebel für ein nachhaltigeres Leben! Mehrere Studien (u.a. von der FAO oder dem World Climate Institute) haben gezeigt, dass der größte Verursacher von Treibhausgasen die Massentierhaltung ist.

Videos

1. GESUNDHEIT UND WOHLERGEHEN
(Gemeinde Jesu Christi)
2. Plan International Deutschland – SDG 3 Gesundheit und Wohlergehen
(Plan International Deutschland)
3. 3. SDG - "Gesundheit und Wohlergehen" - Filmbeitrag der Clemensschule
(Clemens Schule)
4. Welt Bürger Innen: Ziel 3 – Gesundheit und Wohlergehen
(Ludwigsburger Schlossfestspiele)
5. UN Nachhaltigkeitsziel 3: Gesundheit und Wohlergehen
(Veolia Water Technologies Germany)
6. Ziel 3 Gesundheit und Wohlergehen
(Naturschwaermer_lbv)
Top Articles
Latest Posts
Article information

Author: Edmund Hettinger DC

Last Updated: 09/23/2022

Views: 6111

Rating: 4.8 / 5 (78 voted)

Reviews: 85% of readers found this page helpful

Author information

Name: Edmund Hettinger DC

Birthday: 1994-08-17

Address: 2033 Gerhold Pine, Port Jocelyn, VA 12101-5654

Phone: +8524399971620

Job: Central Manufacturing Supervisor

Hobby: Jogging, Metalworking, Tai chi, Shopping, Puzzles, Rock climbing, Crocheting

Introduction: My name is Edmund Hettinger DC, I am a adventurous, colorful, gifted, determined, precious, open, colorful person who loves writing and wants to share my knowledge and understanding with you.